Die 10 ewigen Gesetze der Sympathie – Teil 1

In diesem Blogartikel erfährt ihr in 10 simplen Schritten, was die Gesetze der Sympathie tatsächlich sind. Diese sind die Essenz dessen, was ich für wichtig halte, wenn ihr Beziehungen bewusst gestalten wollt.

1. Finde dich selbst sympathisch

Hört sich leichter an, als es tatsächlich ist. Aus irgendeinem Grund werden wir eher in die Richtung gepolt, uns selbst nicht zu mögen. Findest du nicht auch? Ständig sollen wir uns verbessern und mit dem Erreichten unzufrieden sein.
In meinen Trainings und Coachings frage ich immer, ob sich meine TeilnehmerInnen selbst sympathisch seien oder sich selbst mögen. Da kommt seltener ein „Ja“ als ein „Nein“. Wesentlich seltener sogar. Eine Teilnehmerin entschuldigte sich sogar dafür, dass sie sich selbst sympathisch findet und sich mag. DAS muss man sich mal vorstellen. Sollte dies nicht den Grundpfeiler unserer Existenz darstellen? Wir verbringen unser gesamtes Leben mit dieser einen Person. Mit uns. Wäre es da nicht sinnvoll, sich selbst gut zu finden? Ich denke schon. Außerdem sind wir selbst der Ausgangspunkt für die Kommunikation mit dem Gegenüber. Auf einem gesunden Boden, können gesunde Früchte gedeihen.

2. Stärke dein Selbstvertrauen
Erst eine „gesunde“ Einschätzung deines Selbst und deiner Fähigkeiten kann eine Basis für erfolgreiche Kommunikation darstellen. Wenn du dir Selbstvertrauen aneignest, dann fällt es dir viel leichter, mit den Irrungen und Wirrungen des täglichen Lebens zurecht zu kommen. Wir können nicht alle Sieger sein – jederzeit. Wir können nicht alle wunderschön und ohne Makel sein. Wir sind eben nicht perfekt. Genau dies gilt es zu akzeptieren und zu lieben: Wir sind nicht perfekt, jedoch vollkommen. Vertraue dir selbst und du kannst anderen Menschen ver-trauen. Doch lerne mit dem Vertrauen in dich selbst umzugehen. Lerne, welche Form von Selbstvertrauen sympathisch macht und welche dir im Weg steht bei deiner Zielerreichung.
Wachse an deinen Erfolgen und lass dich von Niederlagen nicht kleinkriegen.

3. Glaube an das Gute/Sympathische im Menschen

Eine weitere wichtige Coachingfrage in meinen Trainings ist folgende: Wenn du nur einen Satz zur Verfügung hättest, den du deiner Mitwelt hinterlassen möchtest, welcher wäre das?
Ein junger Mann Mitte 20 hat mir darauf eine äußerst erschütternde Antwort gegeben, welche ich bis heute nicht vergessen habe: „Alle Menschen sind Idioten!“ Stell dir das einmal vor. Wieviel Wut, wieviel Enttäuschung, wieviel Frust muss in diesem jungen Menschen stecken, damit er solch eine Antwort gibt? Ich würde sagen, das war ein wirklich tragischer Fall. Doch was bedeutet diese Aussage für das eigene Kommunikationsverhalten? Wenn ich denke, dass alle Menschen minderbemittelt sind, dann werde ich auch so kommunizieren. Im schlimmsten Fall bestätigt sich meine Prophezeiung. Wäre es dann nicht besser, daran zu glauben, dass in allen Menschen ein sympathischer Kern steckt? Bei manchen ist er weiter an der Oberfläche zu finden und bei manchen muss man tiefer schürfen, doch er ist mit Sicherheit da. Wenn du diese Gedankengänge weiterverfolgst, wird sich dein Kommunikationsverhalten zum Besseren kehren.

4. Achte auf deine Persönlichkeitspositionierung

In Gesprächen achten wir viel eher darauf „WAS“ wir sagen und nicht „WIE“. Was heißt jedoch dieses „WIE“? Die Botschaft, welche du vermitteln willst, ist IMMER an deine Persönlichkeit, deine Wirkung gekoppelt. Etwas wie eine losgekoppelte Information von dir gibt es nicht. Wenn du einen Brief schreibst, dann ist es DEINE Selektion von Worten. Wenn du mit der Hand schreibst, dann ist es DEINE Schrift. Wenn du mit jemandem sprichst, dann ist es DEINE Stimme, die wirkt und die Botschaft transportiert. Der berühmte Medienphilosoph Marshall McLuhan hat dies mit einem Satz sehr pointiert getroffen: „Das Medium ist die Botschaft“. Hört sich radikal an? Ist es auch. Wir geben mit unserer Persönlichkeit den Rahmen der Botschaft vor. So etwas, wie eine objektive Botschaft gibt es nicht. Der Stimmfall, der Blick, die Körpersprache hat einen Rieseneinfluss auf die vom Gegenüber wahrgenommene Botschaft. Eine Trennung deiner Persönlichkeit von deiner Botschaft ist nicht möglich. Keinen Moment lang.

5. Kommuniziere NICHT auf Augenhöhe, sondern leicht darunter

Wir alle kennen den Satz: „Man soll auf Augenhöhe kommunizieren.“ Gemeint ist damit etwas prinzipiell Richtiges, nämlich nicht von oben herab zu sprechen und deinem Gesprächspartner ein Gefühl der Minderwertigkeit zu vermitteln. Doch sich auf Augenhöhe zu begegnen kann auch konfrontativ wirken. Dies wollen wir in der Sympathiegewinnung natürlich vermeiden, wo wir können.
Ich gehe jedoch einen Schritt weiter, und behaupte, wir müssen uns ein Stück weit unterwerfen, um dem Gegenüber zu signalisieren, dass wir keine Gefahr darstellen, sondern auf emotionale Nähe abzielen.

Dieses „Unterwerfen“, wie ich es soeben lieblos nannte, bedeutet, seinen sozialen Status bewusst nach unten zu verlagern. Wer es unterlässt, seinen sozialen Status möglichst nach oben zu verlagern, der wirkt automatisch sympathischer. Dies hat jedoch rein gar nichts mit Anbiederung zu tun. Sich und sein Ego hin und wieder zurücknehmen, kann Wunder wirken. Dann kommuniziert es sich ganz unverkrampft.

Die Gesetze der Sympathie sind kein abstrakter Hokuspokus, sondern alle zigfach in der Praxis erprobt und überprüft. Deinen Sympathie-Code musst du zwar selbst knacken, sowie deinen eigenen Stil finden, doch benutze das oben Geschriebene als Leitbild, an dem du dich orientieren kannst.

3 Kommentare zu „Die 10 ewigen Gesetze der Sympathie – Teil 1“

  1. Pingback: Wahlkampf braucht Sympathie - Michael Jagersbacher

  2. Pingback: Sympathie ist Trump(f)

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